Buchempfehlung: „Feuerstimmen“ von Christoph Hardebusch

Buch: Feuerstimmen von Christoph Hardebusch

Auf diesen Roman war ich sehr gespannt. Obwohl ich eine kleine Büchernärrin bin, stieß ich doch zuerst auf das Album „Voices of Fire“ von Van Canto, einer meiner Lieblingsbands. Und ja, ich war ziemlich überrascht, als ich erfuhr, dass das Album in Zusammenarbeit mit Christoph Hardebusch und den Roman „Feuerstimmen“ entstanden war.
Wenn ich eines liebe, dann die Kombination aus Musik und Büchern. Und da fand sich sogar noch Fantasy mit Metal zusammen, was will man mehr? Also Grund genug, den Roman zu lesen.

Die Welt gerät aus den Fugen, die Harmonie ist zerstört. Während die Barden Aidan und Revus es an der Küste mit einer ganz neuen Bedrohung, den Seeteufeln, zu tun bekommen und ein ganzes Dorf vor diesen schützen müssen, fallen die Königreiche der gesegneten Inseln in völliges Chaos. Die junge Königin Elena flieht zusammen mit ihrer Leibwächterin um auf dem Festland Hilfe und Rat zu suchen und stößt dabei auf die verbliebenen Dorfbewohner – und die Barden. Zusammen bringen sie die Menschen in Sicherheit und stehen vor der Frage, wie sie das Unheil abwenden können, dass die Welt zu überfallen droht.

Besonders überzeugt hat mich Aidan als Charakter – ja, ok, ein kaputter und zynischer Typ. Das sind ja sowieso meine Lieblinge. Auch seine Wandlung im Laufe des Romans hat mir gefallen und auch seine Sicht auf Elena. Diese kam nämlich als Perspektivträgernin leider etwas blass daher. Sicher hatte ich klischee-mäßig bereits von Anfang an eine eher unterkühlte Königin vor Augen, allerdings kommt sie in ihrer eigenen Perspektive zuweilen hitzig rüber. Erst die Gegensicht Aidans auf Elena bestätigt das Klischeebild, dass sich erst zum Ende hin auflöste.
Die Story an sich war – in Anbetracht dessen, dass ich die Musik vorher bereits kannte – wenig überraschend. Auch, wenn die Erklärung für all die Geschehnisse erst sehr spät im Roman eröffnet wurde, ich war ja ohnehin im Bilde 😉

Schriftstellerisch muss ich sagen: mir gefällt der Stil von Christoph Hardebusch. Er schreib klar und wenig missverständlich und wartet sogar hin und wieder mit meinen geliebten Metaphern auf. Charakterbedingt natürlich mehr in Aidans Perspektive, als in Elenas. Dennoch liebe ich solche Untermalungen nun einmal. Und auch das Geplänkel der Charaktere fand ich immer sehr amüsant.
Ja, so muss das sein.

Mein Fazit: Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert. Vorallem auch mit musikalischer Unterstützung. Zugegebenen, die Musik von Van Canto hat etwas gespoilert, dennoch kann ich behaupten durch die Musik das Buch etwas besser verstanden zu haben – und durch die Musik auch das Buch. Für mich war das durchaus eine gelungene Kombination!

Buch: Feuerstimmen von Christoph Hardebusch
Buch: Feuerstimmen von Christoph Hardebusch

Autor: Christoph Hardebusch
Verlag: Piper Taschenbuch
ISBN: 978-3492281201

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