Manchmal ist es schon seltsam, wie Musik einen plötzlich wieder nostalgisch werden lässt. In dem neuen Album von Within Temptation gibt es einen Song mit Rap-Passage. Seid Linking Park empfinde ich das nichtmal mehr als ungewöhnlich. Die Stimme des Rappers erinnerte mich jedoch an Musik, die ich schon lange lange nicht mehr gehört hatte; meine allererste selbst gekaufte CD!
Nicht gerade die Art von Musik, die ich jetzt bevorzugte, doch sie hat noch immer ihre Faszination. Denn mit dieser Musik verbinde ich ein ganz besonderes Ereignis: mein erstes, durch Musik ausgelöstes Kopfkino 🙂
Als die CD 1994 herauskam, war ich zwölf und sogar noch keine richtige Leseratte. Letzteres fing dann erst langsam an. Deswegen war Kopfkino für mich wirklich etwas neues – und offensichtlich so wunderbares, dass ich das nie wieder missen wollte.
Ich erinnere mich noch, ich saß mit meinem Walkman im Flur vor meinem Klassenraum und plötzlich erschienen da Bilder in meinem Kopf, während ich die Musik hörte. Bilder, die mit einem Computerspiel zusammenhingen, dass ich damals gerne und ausführlich gespielt habe; Ultima VII, Part Two: Serpent Isle. Aber in dem Spiel habe ich dank Cheat auch nur getan, was ich wollte, also war das so gesehen meine erste selbsterfundene Szene, die ich richtig vor Augen hatte: Mein Charakter Ahkuna* prescht mitten im Gewitter auf ihrem Pferd durch die Nacht, um einen ihrer Freunde vor einer Dummheit zu bewahren! Zwischendrin schert was Pferd vor Angst aus und sie kann es nur schwer wieder beruhigen, bevor der Ritt weiter geht.
Ok, klingt etwas klischeehaft, aber das war der Effekt und an genau diese Szene erinnere ich mich noch immer, wenn ich Gold In The Pyramid höre – dass ich erstaunlicher Weise auch auf YouTube gefnden habe 😀
* geklaut aus Wolfsaga von Käthe Recheis, dem ersten Buch, das ich vollständig und ohne Pause durchgelesen hatte 😉 Offensichtlicher geklaut habe ich wohl leider Imiak.

