Neulich las ich irgendwo etwas zum Thema „Träume verwirklichen“. Es ging darum, dass das Verwirklichen von Träumen auch zum großen Teil mit dem „vor sich hin träumen“ selbst zu tun hat – und natürlich dem Willen, sie auch umzusetzen.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade meinen Arbeitsvertrag neu unterschrieben. Ich bin befristet angestellt, seit ich vor fast sieben Jahren bei meinem Arbeitgeber begann zu arbeiten. Sicherlich, ich bekam immer wieder verlängert, aber der Gedanke ist zermürbend. Jetzt sind es zum ersten Mal eineinhalb Jahre, die ich verlängert wurde, statt nur einem Jahr. Eineinhalb Jahre, bis ich wieder verlängert bekommen muss. Zwischendrin wird ein Kollege in den Ruhestand gehen und meine Hoffnung ist, dass ich dann einen unbefristeten Vertrag bekomme. Aber was, wenn nicht?
Das war der Anlass dafür, dass ich dachte: In eineinhalb Jahren ist es möglich, meinen Roman aus dem letzten NaNoWriMo fertigzustellen und an den Mann zu bringen. Weswegen es nicht einfach versuchen? Noch vor einigen Jahren dachte ich, das reine Autorendasein wäre nichts für mich. Mittlerweile denke ich da anders. Sicherlich, die meisten haben einen Brotjob und ich nehme an, dazu werde auch ich gehören. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich mir ein konkrete Ziel setzten kann und dann auch ein weiteres Standbein hätte, falls ich irgendwann doch keine Vertragsverlängerung mehr bekäme.
Nun steht es also fest: Ich werde versuchen, bis Ende September 2015 meine Welten-Saga soweit zu bringen, dass ich sie an Verlage oder Agenturen geben kann – oder im Idealfall schon gegeben haben werde.
Ich will das! Ich will Schriftstellerin sein! Ich will!
