Im NaNoWriMo geht es ja bekanntlich darum, 50.000 Worte in einem Monat zu schreiben. Als ich das letzte Mal den NaNo mitmachte (NaNoWriMo 2008), habe ich es geschafft, das meiste in der Bahn zu schreiben. Ich hatte meinen Laptop immer dabei. Da kamen schon um die 1000 Worte täglich zusammen. Den Rest konnte ich abends noch durchziehen, wenn mein Sohn endlich geschlafen hat.
Nun ist die Situation aber etwas anders: Ich habe zwei Kinder, die beschäftigt werden wollen und abends bin ich oft zu platt, um noch etwas zu tippen. Meine reguläre Zeit von zwei Mal in der Woche, die ich mich während des Tages ein bis zwei Stunden zurückziehen kann um zu schreiben, reichen für einen NaNoWriMo nicht aus. Zwar fahre ich noch immer mit dem Zug zur Arbeit, aber nicht mehr täglich und je nachdem welche Bahn ich erwische, kann es schon sein, dass ich zwei Mal innerhalb von einer halben Stunde umsteigen muss.
Ich, mit meinem chronischen Zeitmangel, muss also sehen, dass ich immer und überall schreiben kann; an der Bushaltestelle, die drei Stationen U-Bahn vom Bahnhof zur Arbeit und immer, wenn ich unerwartet irgendwo anders Zeit dazu habe. Aber wie stellt man das an, wenn es nicht lohnt den Laptop auszupacken?
Ganz einfach! Es hat sich an meiner Situation im Gegensatz zu vor fünf Jahren noch etwas geändert: Wir haben ein Smartphone!
Diese kleinen Dinger sind doch überaus praktisch, wenn man nur ein paar Minuten Zeit hat. Man zückt es, tippt zwei Sätze und steckt es wieder weg. Ich werde also immer und überall das Smartphone zur Hand haben müssen, denn die paar Minuten zwischen drin häufen sich in meinem Alltag. Da muss ich warten, bis Söhnchen endlich Jacke und Schuhe an hat, dort, bis Töchterchen den Vogel nicht mehr so spannend finde oder auch zehn Minuten vor einer geschlossenen Schranke, bis sämtliche Züge endlich durchgefahren sind.
Auf dem Smartphone zu schreiben ist vielleicht nicht so bequem, aber möglich. Durch meinen kaputten Laptop diesen Sommer habe ich darin sogar Übung.
Neben meinem mp3-Player, den ich ohnehin nur selten vergesse, wird also mein zusätzlicher ständiger Begleiter das Smartphone. So lassen sich auch Spielplatzbesuche gut nutzen!
Ärgern werden sich darüber wohl nur alle anderen Familienmitglieder, die das Smartphone für Spiele, Nachrichten oder sonst etwas nutzen wollen. Aber alle wissen, was ich im November vorhabe und sind gewarnt 😉
