Gedicht

Vor einiger Zeit habe ich einen ungewöhnlichen Fund gemacht: ein Gedicht inmitten meiner Unterlagen; ein Gedicht, das ich irgendwann geschrieben habe.

Das ungewöhnliche daran ist: ich schreibe nur dann Gedicht, wenn sie mir quasi in dem Kopf springen. Wie oft das bisher passiert ist, kann ich an einer Hand abzählen. Und meistens taugen sie nicht viel.
Verständlich, wenn man sich noch nie mit Versmaßen und dergleichen beschäftigt hat.

Aber da fehlt noch die größte Überraschung: Das Gedicht gefällt mir sogar!

Und genau deswegen mühe ich mich in einer weiteren Krankheitswoche meiner Lieben nicht ab mir noch etwas aus den Fingern zu saugen, sondern präsentiere euch einfach eines der wenigen Gedichte aus meiner Hand.

Einen Titel hat es übrigens nicht, auch wenn ich fast geneigt bin, es „The Call“ zu nennen, da es irgendwie eine sehr ähnliche Aussage hat, wie das gleichnamige Lied von Celtic Woman 😉

Wenn’s dunkel wird
Und trüb und still
Wenn alles schlafen geht
Wenn nachts die Einsamkeit einbricht
Mit Sehnsucht als Gefährt‘
Dann, oh Geliebter mein,
Wär‘ ich so gern bei dir
Dann send ich dir den stummen Ruf
Oh, eile dich zu mir!

Ob Sturm, ob Schnee
Ob finst’re Flut
Nichts hält dich dann mehr fern
Ob magisch‘ Kraft, die dich umfängt
Dich fesselt, knebelt, lähmt
Wenn dein Wille dem entspricht
Was mich zu dir hin treibt
Wenn tausend Feuer in dir sind
So sind wir gleich und gleich

Doch Sehnsucht ist nicht Schicksals Schmied
Kann noch so bohrend sein
Das Schicksal hält uns zwei getrennt
Bleibt nur die Einsamkeit

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