Jedes Frühjahr halten bei uns diverse Krankheiten Einzug und jedes Frühjahr ist das besonders für mich mit Stress verbunden. Meistens bin ich diejenige, die ersteinmal alle anderen Pflege muss, bis ich selbst umkippe – so auch dieses Mal. Leider ist es genauso unbefriedigend selbst krank zu sein, wie lauter kranke um sich zu haben.
Und wie jedes Mal ist nach Wochen des hin und her, des Stresses und der Krankheit meine Phantasie am Boden. Im letzten Jahr fiel mir dazu nur ein Satz ein: the sparkling colors of my fantasy are fading to grey.
Und es ist schon wieder passiert. Meine Phantasie streikt, mein Schreiben prägt sich durch Lustlosigkeit – wenn ich denn mal dazu komme. Die Sommerzeit hat mich völlig aus dem Rhythmus geworfen und ich muss umorganisieren. Irgendwo in meinen vollgepackten Tagesablauf muss ich noch irgendwo Platz für meine Schreibereien finden; einen Platz, an dem ich entspannen kann, an dem mein Hirn den schreiberischen Ergüssen und den Überarbeitungen noch gewachsen ist und in dem mich kein Kind, kein Hund und keine Katze stören kann.
Das kommt mir gerade vor wie ein Ding der Unmöglchkeit. Zeit für mich habe ich nur bevor meine Kinder wach sind oder nachdem sie schlafen. Ersteres macht mir die Zeitumstellung fast unmöglich, zweiteres die gesamte Anstrengung des Tages.
Also schiebe ich meinen Tagesplanung gedanklich hin und her und werde hoffentlich früher als später auf eine Lösung stoßen. Ich habe bisher immer eine gefunden. Weswegen sollte es dieses Mal anders sein?
