Korrektur zu Schreibübung: Metaphern

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich mich dem Thema der Metaphern gewidmet und mich – als Unwissende in Stielmitteln – etwas verzettelt 🙂 Also kommt nun die „Korrektur“ meines ersten Beitrages.

Der Fehler lag vornehmlich darin begründet, dass ich Vergleiche verwendet habe, nicht Metaphern. Der Unterschied wurde mir erst hinterher wirklich klar:

Ein Vergleich besteht im Wesentlichen daraus, dass man ihn an dem kleinen Wörtchen „als“ und ähnlichen Ausdrücken verwenden kann („Ihre Beine waren wie Pudding).

Eine Metapher lässt dieses aus und ist demnach sozusagen eine direktere Bezeichnung (Ihre Beine waren Pudding).

Die folgenden Beispiele sind also die (hoffentlich richtigen) Korrekturen der vorhergehenden Vergleiche:

Der Mann neben ihr an der Theke, war ihr schon einmal aufgefallen. Seine Haare wucherten wie die Äste in alle Richtungen und waren so schwarz, sie die Silhouette eines Baumes bei Sonnenuntergang. Nur seine Augen leuchteten so blau wie die tiefste See.
Korrektur:
Der Mann neben ihr an der Theke, war ihr schon einmal aufgefallen. Seine Haare waren Äste, die in alle Richtungen wucherten, die schwarze Silhouette eines Baumes bei Sonnenuntergang. Seine Augen waren die tiefste See, die sie je gesehen hartte.

(Anmerkung: Ja, das klingt gerade im Fantasy-Bereich nicht wie das, was ich bezweckt hatte…)

Es knirschte, als habe jemand einen trockenen Ast zerbrochen. Doch es gab weit und breit nur kühlend Sand. Knochen, schoss es ihm durch den Kopf, als das gleiche Knacken ertönte, dieses Mal näher.
Korrektur
Es knirschte. Es war das Zerbrechen eines trockenen Astes in völliger Stille, ein ungewohntes Geräusch. Knochen, schoss es ihm durch den Kopf, als das gleiche Knacken ertönte, dieses Mal näher.
Unwillkürlich verharrte sie vor einem der Gemälde der Galerie. Eine junge Frau war zu erkennen, die blonden Haare zu Spirallocken gedreht, sittsam die Hände im Stoff des rosafarbenen Kleides verborgen und ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr war, als blicke sie in einen Spiegel.
Korrektur
Unwillkürlich verharrte sie vor einem der Gemälde der Galerie. Eine junge Frau schaute sie an, die blonden Haare zu Spirallocken gedreht, sittsam die Hände im Stoff des rosafarbenen Kleides verborgen und ein zartes Lächeln auf den Lippen. Sie blickte in einen Spiegel, der vor hunderten von Jahren ein Bild verewigt hatte.

Soweit dazu. Mit den nächsten Stilmitteln beschäftige ich mich am besten erst dann, wenn ich mir dessen sicher bin. Ansonsten: Anmerkungen dazu sind immer gerne gesehen. Frau ist schließlich lernwillig 😉

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