Schreibübung: Metaphern

Und weil es so schön war, noch eine kleine Übung aus den Projekt Ein Roman in einem Jahr.

Dieses Mal – in Kapitel 35 – geht es um Metaphern. Die Aufgabe ist eigentlich ganz einfach: Schreibe drei Sätze, in denen eine Metapher vorkommt.

Schön und gut, denke ich mir. Mittlerweile weiß sogar ich, die ich in Deutsch nur die Rechtschreibung habe pauken dürfen und kein einziges Mal auch nur den Ansatz einer Stielblüte erklärt bekommen hat, was eine Metapher ist. Denke ich zumindest…

Also zur Sicherheit lieber noch einmal nachlesen. Wikipedia sagt zur Metapher:

Die Metapher (griechisch μεταφορά „Übertragung“, von metà phérein „anderswohin tragen“) ist eine rhetorische Figur, bei der ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird, und zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der übertragen gemeinten eine Beziehung der Ähnlichkeit besteht.

Die Aufgabe besteht also darin, eine bildliche Umschreibung zu machen, in drei Sätzen. Hmm, das sollte nicht so schwierig sein.

Hier also meine – von einander unabhängigen – Ergebnisse:

Der Mann neben ihr an der Theke, war ihr schon einmal aufgefallen. Seine Haare wucherten wie die Äste in alle Richtungen und waren so schwarz, sie die Silhouette eines Baumes bei Sonnenuntergang. Nur seine Augen leuchteten so blau wie die tiefste See.

Es knirschte, als habe jemand einen trockenen Ast zerbrochen. Doch es gab weit und breit nur kühlend Sand. Knochen, schoss es ihm durch den Kopf, als das gleiche Knacken ertönte, dieses Mal näher.

Unwillkürlich verharrte sie vor einem der Gemälde der Galerie. Eine junge Frau war zu erkennen, die blonden Haare zu Spirallocken gedreht, sittsam die Hände im Stoff des rosafarbenen Kleides verborgen und ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr war, als blicke sie in einen Spiegel.

Nun bleibt nur ein Problem zu lösen: Sind das wirklich Metaphern? Denn sicher bin ich mir da keineswegs. Zu Schreiben ist eine Sache, aber eine Andere auch wirklich Stilblüten und dergleichen bewusst anzuwenden.

Was bleibt also? Nun, ich werde mich um jemanden bemühen müssen, der sich mit dem Feld etwas besser auskennt. Vielleicht komme ich dann dahinter, dass es doch Allegorien oder sonst etwas in der Richtung handelt – und keine Metaphern.

Also… Fortsetzung folgt… 🙂

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